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Glasfaser Direkt insolvent: Investor zieht sich zurück

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Konstantin Matern
Autor & Informatiker
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Artikel wurde geprüft am 16.02.2023

Die schlechten Nachrichten im Bereich des Glasfaserausbaus in Deutschland setzen sich fort. Jetzt hat auch die Glasfaser Direkt Insolvenz beantragt, nachdem der britische Investor John Laing sich aus dem Glasfaserausbau in Deutschland zurückgezogen hat. Das Unternehmen hatte geplant, eine Milliarde Euro in den Ausbau zu investieren, was nun nicht mehr möglich ist. Doch wie geht es jetzt weiter für die Glasfaser Direkt?

📃 Inhaltsverzeichnis

Die Gründe für die Insolvenz

Die Glasfaser Direkt und die Hello Fiber, die erst vor einem Monat Konkurs anmelden musste, standen beide unter der Kontrolle ausländischer Investoren, die ihr Kapital zurückzogen. Die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit höheren Kapitalmarktzinsen und verteuerten Baukosten lassen eine Reihe von Finanzinvestoren ihre Engagements im Glasfaserausbau in Deutschland überdenken.

Suche nach einem neuen Investor

Die Glasfaser Direkt will jedoch nicht aufgeben und ist auf der Suche nach einem neuen Investor, um ihre Ausbauprojekte fortzuführen. Der Insolvenzverwalter Mark Boddenberg aus der Kölner Kanzlei Eckert ist damit beauftragt. Das Unternehmen hat bereits 25.000 Haushalte in der Eifel und im bayerischen Raum mit Glasfaser versorgt und baut aktuell in den bayerischen Gemeinden Ammerthal und Schnaittenbach ein Glasfasernetz aus.

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Zudem vermarktet die Glasfaser Direkt ihr Netz in 18 weiteren Orten, darunter Euskirchen und Grafenwöhr. 60 fest angestellte Mitarbeiter bleiben an Bord, 17 Mitarbeiter in Probezeit werden allerdings nicht übernommen.

Rechtsstreitigkeiten mit Gemeinden

Die Tochtergesellschaft Eifel-Net ist durch Rechtsstreitigkeiten mit Gemeinden aufgefallen. Sie hatte Kunden in Winzerhausen in der Region Stuttgart zum August gekündigt, wurde dann aber per Gericht gezwungen, sich an die jeweiligen Vertragslaufzeiten zu halten.

In der Region Bitburg-Prüm hatte Eifel-Net durch eine Klage zwei Jahre lang den öffentlich geförderten Glasfaserausbau durch die Deutsche Telekom in sieben Gemeinden verzögert, der sie „Wettbewerbsverzerrung“ vorwarf.

Bedeutung der Insolvenz von Glasfaser Direkt

Die Insolvenz der Glasfaser Direkt zeigt erneut, wie schwierig es für viele Unternehmen ist, im hart umkämpften Markt des Glasfaserausbaus in Deutschland Fuß zu fassen. Es bleibt abzuwarten, wer sich als neuer Investor für das Unternehmen findet und ob die Glasfaser Direkt ihre Ausbauprojekte fortsetzen kann.

FAQ: Wichtige Fragen rund um Glasfaser Direkt

Wer steckt hinter Glasfaser Direkt?

Glasfaser Direkt war ein Kölner Breitbandausbauer, der von ausländischen Investoren unterstützt wurde. Einer dieser Investoren war der britische Investor John Laing, der sich jedoch aus dem deutschen Glasfaserausbau zurückgezogen hat. Seit 2021 gehörte Glasfaser Direkt zum amerikanischen Private Equity-Konzern KKR. Im Jahr 2023 beantragte das Unternehmen Insolvenz und sucht nun einen neuen Finanzier.

Welcher ist der beste Glasfaser-Anbieter?

Es gibt keinen einheitlichen „besten“ Glasfaser-Anbieter, da dies stark von den individuellen Anforderungen und Standorten abhängt. Jeder Anbieter hat unterschiedliche Angebote und Tarife, die sich in Bezug auf Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Preis unterscheiden können. Es ist daher ratsam, sich vor einem Vertragsabschluss gut zu informieren und verschiedene Anbieter zu vergleichen. Auch regionale Unterschiede können bei der Wahl des besten Anbieters eine Rolle spielen, da nicht alle Anbieter bundesweit verfügbar sind. Es kann sich lohnen, die Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen in der eigenen Region zu prüfen und Angebote von verschiedenen Anbietern in Betracht zu ziehen.

Rufe dazu unsere Übersichtsseite „Internet in Deutschland“ auf und klicke dich zu deiner Region durch, um passende Glasfaseranbieter angezeigt zu bekommen.

Was kostet ein Glasfaseranschluss ohne Vertrag?

Wenn Du überlegst, einen Glasfaser-Anschluss zu legen, solltest Du wissen, dass es zwei Verträge gibt, die Du unterscheiden solltest: den Anschlussvertrag und den Nutzungsvertrag. Wenn Du nur einen Anschlussvertrag abschließt, wird ein Glasfaseranschluss in Dein Gebäude gelegt, aber es gibt keinen Vertrag über die Nutzung. Hier können Anschlusskosten in Höhe von ca. 500 bis 1000 Euro entstehen. Um diese Kosten zu vermeiden, bieten viele Unternehmen sogenannte Kombiverträge an. Wenn Du einen Versorgungsvertrag mit einer Mindestvertragslaufzeit von 2 Jahren abschließt, werden die Anschlusskosten erlassen. Einige Glasfaseranbieter bieten nur diese Möglichkeit an.

Kann man Glasfaser selbst verlegen?

Natürlich kannst du die Glasfaserleitung in deinem Haus auch selbst verlegen. Beachte dabei folgende Punkte:

  1. Verwende das richtige Kabel: Achte darauf, dass du ein geeignetes Glasfaserkabel verwendest, das für den gewünschten Zweck und die Distanz ausgelegt ist. Es gibt verschiedene Arten von Glasfaserkabeln, die für unterschiedliche Anwendungen optimiert sind.

  2. Mindestbiegeradius beachten: Während des Verlegens sollte ein Mindestbiegeradius von 15 mm eingehalten werden. Im verlegten Zustand sollte der Radius mindestens 30 mm betragen, um Beschädigungen des empfindlichen Glasfaserkabels zu vermeiden.

  3. Die richtigen Werkzeuge verwenden: Du solltest die richtigen Werkzeuge für die Glasfaserinstallation verwenden, einschließlich eines Kabelschneiders, eines Kabelabziehers und eines Abisolierzangen. Es ist auch empfehlenswert, eine Schutzbrille zu tragen, um die Augen zu schützen.

  4. Kabelschutzrohre verwenden: Um das Kabel vor Beschädigungen zu schützen, solltest du es in Kabelschutzrohre legen, insbesondere wenn du das Kabel unterputz verlegst. Auf diese Weise wird das Kabel vor mechanischen Belastungen geschützt.

  5. Saubere Arbeitsumgebung: Achte darauf, dass die Arbeitsumgebung sauber und trocken ist. Staub und Feuchtigkeit können die Signalqualität beeinträchtigen, was zu einer schlechten Leistung führen kann.

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Konstantin Matern

Konstantin Matern ist der CEO von DSLregional.de, einer spezialisierten Plattform für die Suche nach Internetanbietern. Mit einer IT-Erfahrung von 13 Jahren und einer Ausbildung als Fachinformatiker kombiniert er technisches Know-how mit Branchenkenntnissen. Auf DSLregional.de hat er eine umfassende Datenbank mit über 400 Anbietern und deren regionaler Verfügbarkeit aufgebaut. Zudem integriert er Daten der Bundesnetzagentur, um Nutzern eine präzise Auswahl eines lokalen Internetanbieters zu ermöglichen.

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