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G.fast statt Vectoring: Telekom testet Technik über Kupferleitungen

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Konstantin Matern
Autor & Informatiker
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Artikel wurde geprüft am 21.02.2023

Die Telekom will noch in diesem Jahr die Übertragungstechnologie G.fast in Feldversuchen testen. Diese könnte bisherige Techniken wie VDSL und Vectoring ersetzen und gleichzeitig Milliarden einsparen. Sollte die Technik zum Einsatz kommen, muss der Internetanbieter sein Netz (noch) nicht kostspielig ausbauen.

📃 Inhaltsverzeichnis

Eine Bandbreite von bis zu 1 Gbit/s schafft der Standard G.fast auf den letzten Metern. Der Vorteil für die Telekom wäre, dass die alten Kupferkabel weiterhin genutzt werden können. Sie müssten nicht mehr durch Glasfaser ersetzt werden.

Mit G.fast kann die von Huawei und Alcatel Lucent entwickelte Technik über einen Kupferanschluss bis zu 500 Mbit/s schnelle Downloads bei einer 100 Meter Leitung bereitstellen. Zum Vergleich: Bei VDSL und Vectoring ist bereits bei 100 Mbit/s Schluss.

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Telekom hält an Internet via Kupferkabel fest

Mit G.fast könnte die Telekom Wettbewerbern etwas entgegensetzen. Daher arbeitet die Telekom mit an der Standardisierung der Übertragungstechnik. Der bisherige Plan sieht vor bis 2016 rund 24 Millionen Haushalten über Vectoring 100 Megabit pro Sekunde schnelle Internetanschlüsse bereit zu stellen. 

FTTH vs. G.Fast: Kosten im Vergleich

Alleine in 2014 und 2015 will die Telekom hier 8,4 Milliarden Euro investieren. Der Ausbau ist so teuer, weil neue Glasfaserleitungen bis in die Verteilerschränke am Straßenrand verlegt werden müssen. Diesen Glasfaserausbau könnte sich die Telekom bei G.fast sparen – vor allem, weil Vectoring nur als Übergangslösung bis 2020 fungieren soll.

Wie schnell ist G.Fast?

Technisch gesehen funktioniert G.fast ähnlich wie VDSL, so Thomas Schroeder von Alcatel-Lucent. Der Unterschied ist, dass bei G.fast wesentlich höhere Frequenzen verwendet werden (212 MHz statt 17 MHz). Im Labor konnten bereits auf einer Strecke von 70 Metern 1,3 GBit/s erreicht werden.

Während die Telekom weiterhin an Kupferleitungen festhält, bauen Konkurrenzen Glasfaser-Leitungen bis zu den Kunden hin aus, um nicht bei der Telekom Leitungen mieten zu müssen. Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland setzt gänzlich auf den neuen Standard DOCSIS 3.1, der Multi-Gigabit-Speeds schafft.

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Konstantin Matern

Konstantin Matern ist der CEO von DSLregional.de, einer spezialisierten Plattform für die Suche nach Internetanbietern. Mit einer IT-Erfahrung von 13 Jahren und einer Ausbildung als Fachinformatiker kombiniert er technisches Know-how mit Branchenkenntnissen. Auf DSLregional.de hat er eine umfassende Datenbank mit über 400 Anbietern und deren regionaler Verfügbarkeit aufgebaut. Zudem integriert er Daten der Bundesnetzagentur, um Nutzern eine präzise Auswahl eines lokalen Internetanbieters zu ermöglichen.

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