VDSL-Vectoring

Telekom startet VDSL mit 100 Mbit/s

In zehn Ortsnetzen hat die Deutsche Telekom den Start von VDSL-Vectoring bekannt gegeben. Einwohner in den Orten können die neue Übertragungstechnik, die 100 Mbit/s schnelle Downloads ermöglicht, ab jetzt buchen. Ab Juli 2014 wird die volle Bandbreite nutzbar sein. Bis dahin sind in der Praxis 50 Mbit/s im Downstream nutzbar (VDSL).

Telekom VDSL-Vectoring Vergleich

Vergleich von VDSL-Vectoring mit DSL (Infografik der Telekom)

Zehn erschlossene Ortsnetze können jetzt VDSL-Vectoring bei der Telekom buchen. Hierfür hat der Telekommunikationsanbieter rund 500 Multifunktionsgehäuse (MFG) aufgebaut. Sie alle wurden mit Glasfaser angeschlossen. Die Telekom hat fast 300 Kilomenter Glasfaser hierfür verlegen müssen. Laut Telekom konnten durch die Netzausbaumaßnamen die VDSL-Abdeckung stark erhöht werden (von 15 auf 90 Prozent in den Gebieten). Wer profitiert vom Ausbau? Albstadt-Ebingen, Bad Nenndorf, Hennigsdorf, Hosenfeld, Kalbach, Kevelaer, Löhne, Lübbecke, Neuhof-Hauswurz und Prenzlau können je nach Standort VDSL-Vectoring buchen. Insgesamt sollen es fast 77.000 Haushalte sein.

24 Millionen VDSL-Anschlüsse bis Ende 2016

Was ist VDSL?

VDSL steht für Very High Speed Digital Subscriber Line und kann im Vergleich zur “alten” DSL-Technik ADSL/ADSL2+ deutlich höhere Übertragungsraten.

Laut Geschäftsführer “Technik Telekom Deutschland” Bruno Jacobfeuerborn geht der Ausbau von VDSL-Vectoring schon bald weiter. Bis März 2014 sollen 45 weitere Ortsnetze die erhöhte Bandbreite nutzen können. Bis Ende 2014 werden mehr als drei Millionen Haushalte VDSL-Vectoring nutzen können, so die Telekom. Doch das ist nicht alles: Bis Ende 2016 werden mit 24 Millionen VDSL-Anschlüssen mehr als doppelt so viele wie heute vorhanden sein. Gleichzeitig wird die Bandbreite im Downstream auf 100 Mbit/s (aktuell maximal 50 Mbit/s) und im Upstream auf 40 Mbit/s (derzeit 10 Mbit/s) angehoben.

So funktioniert VDSL-Vectoring

Was passiert genau? Zunächst muss die Telekom die vorhandenen Kupferleitungen zwischen Vermittlungsstelle und den Multifunktionsgehäusen durch Glasfaserkabel austauschen. Außerdem müssen die MFGs möglichst dich bei den Haushalten stehen. Denn: Je weiter die Entfernung zum MFG, desto niedriger ist die mögliche Übertragungsrate. Warum? Im MFG wird das Signal vom Glasfaserkabel auf eine Kupferleitung hin zum Kunden übergeben. Bei der Datenübertragung über Kupferleitungen treten mit zunehmender Entfernung auch höhere Dämpfungswerte auf. VDSL-Vectoring ist eine Methode, um elektromagnetische Störsignale zwischen einzelnen Kupferleitungen zu reduzieren. Dadurch ist ein höheres Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich, heißt es im Telekom-Blog.

Welche Tarife wird es geben?

Aktuell bietet die Telekom zwei Pakete zum Startpreis von 39,95 Euro pro Monat. Beide beinhalten eine Telefonflatrate ins deutsche Festnetz und eine Internet-Flatrate von (derzeit) bis zu 50 Mbit/s. Bei einem der Pakete erhöht sich der Monatspreis nach 6 Monaten auf 44,95 Euro – dafür erhalten Kunden aber auch das Entertain-Paket und können rund 100 TV-Sender (17 in HD) nutzen. Beim anderen Paket erhalten Kunden statt Entertain 2 Leitungen und bis zu 10 Rufnummern, sowie eine eigene Homepage mit .de-Domain. Des Weiteren soll dank HD Voice die Klangqualität bei dem Paket höher sein.

Telekom VDSL-Vectoring

Telekom VDSL-Vectoring – Das sind die Tarife

6 Comments

  1. nur bei uns im ländlichen Raum passiert wieder mal nix und wir schleichen mit max. 6MBit/s durch die Gegend.

    • Zur Info VDSL in 91227 Weissenbrunn:

      DSL aktiv seit:
      10 Tagen, 1 Stunde, 8 Minuten

      verbunden, 51,4 Mbit/s 10,0 Mbit/s

      Empfangsrichtung Senderichtung
      Aktuelle Datenrate kbit/s 51368 10048

    • Benno Feldmann Reply

      ländlicher Raum…. mit max. 6MBit/s …. lebst du in der Stadt?
      HIER ist ländlicher Raum mit max. 2MBit/s. Oder nicht weit von hier NODSL. Also GARNIX. Also 0MBit/s am DSL-Anschluss. Da wird dank Iphone überhaupt Internet empfangbar. Ansonsten Modem, wie früher.
      Und nein, das ist nicht am Rande von Nirgendwo, sonder Luftlinie keine 50km vom Rhein-Main-Gebiet.
      Und kostet bei uns soviel, wie anderswo 51,4 Mbit/s 10,0 Mbit/s.

      DANKE, liebe TeuerKOM. Da werden sie geholfen…

  2. Ja Michael, dafür wohnt man schön im Grünen und ganz billig, braucht zwei Autos, und keiner kommt vorbei. Aber bei so viel Natur braucht man doch gar kein Internet. Dass ist doch nur für die doofen Städter, die aber eine solche Infrastrukturerweiterung auch finanzieren. Oder muss auch nur für Dich eine Buslinie fahren? So ist das halt auf dem Land

  3. Was heißt hier ländlicher Raum? Zwischen Bielefeld und Herford geht im Interkommunalen Gewerbegebiet nur DSL Light, d.h. nur ein Drittel von 1 MBit/s (brutto 384 kBit/s, Upload nur 64 kBit/s – bitte nicht lachen). Und stabil ist die Verbindung auch nicht, bricht sporadisch alle paar Tage weg und ist nach ca. 10-30 Minuten wieder da. Ach ja, zahlen tun wir trotzdem den vollen Preis.

  4. Andreas, es ist schon sehr primitiv über Bewohner im ländlichen Raum her zuziehen. Billig ist das Leben hier keineswegs. Es ist bezeichnend für diese Gesellschaft zuerst dort zu investieren, wo Geld zu machen ist (evtl. noch verständlich) aber den Rest zu “vergessen” ist schäbig. Aber so kennen viele die Telekom und andere Unternehmen in der Branche. Gruß

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