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Fritzbox 6890 mit LTE offiziell von AVM vorgestellt

von Konstantin Matern
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AVM hat auf der IFA 2017 die neueste Generation seiner LTERouter vorgestellt – die Fritzbox 6890. Dank LTE der Kategorie 6 und VDSL mit Supervectoring surfen die Nutzer mit bis zu 300 Mbit/s im Internet.

FRITZ!Box 7590, 6590 und 6890 LTE

FRITZ!Box 7590, 6590 und 6890 LTE – die 6890 LTE ist hier auf dem Foto in der Mitte abgebildet (Bild: AVM)

Um es gleich vorwegzunehmen: Gerüchte, AVM werde auf der IFA einen Hybrid-Router präsentieren, haben sich nicht bewahrheitet. Die neue Fritzbox ist zwar sowohl mit einem LTE- als auch mit einem DSL-Modem ausgestattet. Sie kann aber die beiden Verbindungen nicht zu einem Internetzugang bündeln. Hybrid-Internet ist ein Angebot der Deutschen Telekom, das sich vor allem an ländliche Gebiete richtet. Es nutzt den – oft langsamen – DSL-Zugang für die Grundlast und schaltet bei hohem Geschwindigkeitsbedarf die schnellere LTE-Verbindung zu. Allerdings setzt die Telekom für das Hybrid-Internet auf eine proprietäre Technologie, deren Spezifikationen sie nicht offen legt. Ohne Einwilligung des rosa Riesen ist es Dritten unmöglich, einen Hybrid-Router zu bauen.

LTE der Kategorie 6 und Supervectoring

Schnell ist AVMs neues Flaggschiff indes auch ohne Hybrid-Technologie. LTE der Kategorie 6 ermöglicht Datenraten von bis zu 300 Mbit/s im Downstream und 50 Mbit/s im Upstream. Für den mobilen Einsatz in unterschiedlichen Regionen unterstützt der Router fünf LTE-Bänder (1, 3, 7, 8 und 20) und zwei UMTS-Bänder (1 und 8) sowie Daten-Roaming. Die Mobilfunkverbindung lässt sich zudem als Backup-Option konfigurieren für den Fall, dass der DSL-Zugang ausfällt.

Beim DSL-Modem setzt AVM auf Supervectoring 35b. Diese Technologie erhöht durch verbesserte Störungsreduktion die maximale Download-Geschwindigkeit auf 300 Mbit/s und die maximale Upload-Geschwindigkeit auf 50 Mbit/s. Solche Datenraten lassen sich freilich nur erreichen, wenn die Kupferleitung auf der letzten Meile nicht mehr als 300 Meter lang ist.

Schnelles WLAN und integrierte Telefonanlage

Das WLAN-Modul überträgt dank dem 802.11ac-Standard mit 4×4-Multiuser-MIMO bis zu 1.733 Mbit/s im 5-GHz-Band und 800 Mbit/s im 2,4-GHz-Band. Darüber hinaus bietet die neue LTE-Fritzbox:

  • vier Gigabit-LAN-Ports
  • einen Gigabit-WAN-Port für ein Kabel- oder Glasfaser-Modem
  • zwei Analoganschlüsse für Telefone und Faxgeräte
  • einen S0-Bus für ISDN-Geräte
  • eine DECT-Basisstation für bis zu sechs Handteile sowie
  • einen USB-3.0-Port für eine Festplatte oder einen Drucker
  • Fritzbox 6890 ist der Konkurrenz voraus

    Die Fritzbox 6890 kommt voraussichtlich Ende dieses Jahres in die Läden und kostet rund 350 Euro. Mit ihrer Kombination aus schnellem DSL, schnellem 4G+-Mobilfunk und einer eingebauten Telefonanlage ist sie derzeit einzigartig auf dem Markt. Die meisten LTE-Router der Konkurrenz – beispielsweise der Huawei E5186S (bekannter als Speedport III der Telekom) – bieten kein integriertes DSL-Modem. Und die wenigen Kombi-Router im Preissegment der neuen Fritzbox wie der Draytek Vigor 2860L(n) unterstützen lediglich das langsamere LTE der Kategorie 4.

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