Kinderschutz im Internet: Großer Ratgeber für Eltern, Jugendliche und Kinder

Vorwort: Kinder und Jugendliche im Internet

Kinderschutz im Internet

Kinderschutz im Internet: Unterstützen Sie Ihre Kinder bei den ersten Schritten im WWW

Bereits von klein auf kommen Kinder und Jugendliche heutzutage mit dem Internet in Kontakt. Das ist nicht verwunderlich, sind doch bereits 96% aller Haushalte mit Kindern im Alter zwischen 6 und 13 Jahren online (Stand 2012 – heute eher noch höher). Während sich Kinder vermeintlich schnell mit dem Medium vertraut machen und in vielerlei Hinsicht den Erwachsenen überlegen zu sein scheinen, sind viele Eltern unsicher was die Medienerziehung angeht. Besonders wenn es um Altersempfehlungen, Zeitvorgaben oder kindgerechte Inhalte geht, sind Eltern häufig überfragt. Für viele Eltern ist das Medium grundsätzlich schlecht und voller Risiken, was so nicht stimmt. Mit ihren Kindern zusammen können Eltern Vereinbarungen zum Konsum treffen und das Medium gemeinsam erkunden. So können Sie Ihre Kinder begleiten und ihnen helfen altersgerechte Erfahrungen zu sammeln. In diesem Ratgeber wollen wir Ihnen einige Tipps zur empfohlenen Nutzungsdauer geben und Anregungen wie Sie Ihr Kind im Internet unterstützen und schützen können. Neben konkreten Linktipps erhalten Sie hier auch Empfehlungen für Kinderschutzprogramme am PC, Tablet oder Smartphone. Denn wir von DSLregional.de helfen nicht nur bei der Auswahl des Internetanbieters, sondern auch beim Umgang mit dem Medium Internet.

Beachten Sie bitte, dass Kinder und deren Entwicklungszustände sehr unterschiedlich sind. Je nach Interessen können die hier gemachten Angaben von Ihren Erfahrungen abweichen. Auch hängt es davon ab wie Familien mit dem Medium Internet alltäglich umgehen – denn das prägt die Heranwachsenden ungemein. Wir geben daher nur Richtwerte und Anregungen. Sie kennen Ihr Kind am besten und sollten entscheiden wie Sie vorgehen möchten. Wichtig ist, dass Sie Ihre Kinder mit neuen Medien nicht alleine lassen und bei der Erkundung des Internets dabei sind. Selbst mit Kinderschutzprogrammen und Schutzvorkehrungen kann ein Kind mit gefährdenden und ungeeigneten Inhalten in Berührung kommen. Es sollte wissen damit umzugehen und notfalls mit Ihnen Rücksprache halten. Bereits im Grundschulalter – wenn ihr Kind mit dem Internet in Berührung kommt – sollten Sie regelmäßig Gespräche führen und klare Regeln festlegen. Eine Basis für die zukünftige Mediennutzung kann auf diese Weise solide geschaffen werden.

Kurze Erklärung zum Ratgeber

Über das Inhaltsverzeichnis springen Sie zu den einzelnen Punkten des Ratgebers. Aufgeteilt ist es nachfolgend in zwei Spalten. In der rechten Spalte (“UNSER TIPP!”) geben wir jeweils zu den Texten der linken Spalte Tipps & Ratschläge sowie weitere Informationen & Statistiken.

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1. Internet Nutzungsdauer: Empfehlungen nach Alter

Lassen Sie uns mit der Nutzungsdauer beginnen. Wie lange sollte ein Kind oder Jugendlicher im Netz aktiv sein? Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten – alleine schon, weil Jugendliche im Rahmen Ihrer Schularbeiten zunehmend auch auf das Internet angewiesen sind. Die angegebene empfohlene Nutzungsdauer gilt (wenn nicht anders angegeben) pro Tag – was aber nicht heißt, dass Tage ohne Internet schlecht sind.

(Klein-)Kinder bis 3 Jahre: In Berührung kommen Kinder bis zu diesem Alter mit dem Internet meist, weil Eltern Zuhause Tablet, einen Computer oder das Smartphone nutzen. Kleinkinder können dann bereits erste Erfahrungen damit sammeln: Fotos anschauen, auf der Tastatur oder dem Display tippen oder Musik hören. Eine Webcam, um mit Familienangehörigen zu reden kann auch sehr interessant sein. In der Regel sind aber alle anderen Dinge aus dem Alltag, Spielplätze und Spielsachen für Kinder interessanter als das Internet. Empfohlene Nutzungsdauer: 5 bis maximal 10 Minuten

Kinder 4 bis 6 Jahre: Kinder im Vorschulalter wollen vieles selbst machen und ebenso wie Geschwistern und Eltern die “Welt des Internets” entdecken. Da man für die meisten Webseiten lesen/schreiben können muss, sind für Kinder in dem Alter vor allem Seiten mit Bildern und Kurzfilmen interessant. Auch Spielangebote für Kinder sind die bevorzugten Inhalte mit 4 bis 6 Jahren. Als Eltern sollten Sie ihre Kinder stets begleiten und mit Hilfe von Filtermaßnahmen dafür sorgen, dass Kinder nur auf vorher ausgewählte Seiten zugreifen können. Empfohlene Nutzungsdauer: bis zu 20 Minuten

Kinder 7 bis 10 Jahre: Im Grundschulalter ist das Interesse für das Internet erhöht. Die beliebtesten Webseiten sind meist die von Kindersendern wie KIKA und TOGGO. Aber auch Videoplattformen (Youtube) und soziale Netzwerke (Facebook) werden für Kinder in dem Alter immer interessanter. Ein Handy mit Internetnutzung ist aus unserer Sicht in diesem Alter nicht sinnvoll. Eltern können aufgerufene Inhalte und die Nutzungsdauer kaum kontrollieren. Weil Kindern den Inhalten und anderen Personen oft Vertrauen und selten etwas in Frage stellen, sollten Sie Ihren Sprösslingen in dem Alter öfter über die Schulter schauen. Neugier sorgt auch mal dazu, dass Kinder bewusst Webseiten aufrufen, die Ihnen Eltern verbieten. Sie testen Grenzen aus. Daher sollten Sie mit Filterschutzprogrammen Ihre Kinder vor problematischen Inhalten schützen. Welche Programme dies sein können, ist weiter unten im Ratgeber beschrieben. Als optimaler Standort für den (Kinder-)PC hat sich das Wohnzimmer oder ein Zimmer nicht weit weg vom Wohnbereich erwiesen. Ein PC im Kinderzimmer ist zu diesem Zeitpunkt nicht gut, weil Sie nur schlecht im Blick haben, wo das Kind surft. Empfohlene Nutzungsdauer: bis zu 45 Minuten

Familie mit Kindern im Internet

Familie mit Kindern im Internet

Jugendliche 10 bis 13 Jahre: Bei Jugendlichen findet ein Teil des Lebens auch im Internet statt. Sie wollen unabhängig sein und haben ihren Freundeskreis, der Adressen und Inhalte weiterleitet. Auch soziale Netzwerke und Videoportale werden genutzt. Eltern können Kindern in dem Alter erste Freiräume geben und gleichzeitig die Nutzung von Internet und Handy regeln. Kontrolle des Surfverhaltens sollte nicht hinter dem Rücken des Jugendlichen geschehen. So vermeiden Eltern Vertrauensbrüche. Arbeiten Sie bei Kindern in dem Alter mit wöchentlichen Budgets und kalkulieren Sie auch TV & Spiele mit ein. 9 bis 12 Stunden pro Woche sollten ausreichen und dem Alter entsprechend sein. Hat Ihr Kind ein eigenes Smartphone mit Internet-Flat, geschieht vieles auf Vertrauensbasis. Eine Kontrolle der mobilen Internetnutzung ist schwierig – allerdings gibt es auch hier Einstellmöglichkeiten und Filtersoftware. Empfohlene Nutzungsdauer: bis zu 60 Minuten

Jugendliche 14 bis 17 Jahre: Jugendliche in dem Alter gereiten öfter mit Eltern in Konflikt, wenn es um Mediennutzung geht. Oft kennen Sie sich besser im Internet aus. Allerdings können Jugendliche Gefahren immer noch schlecht einschätzen, weil es ihnen an Erfahrung fehlt. Sie wollen Anerkennung aus dem Freundeskreis und nutzen soziale Medien immer öfter. Wichtig ist es auch hier klare Regeln zu treffen. Denn gerade Jugendliche sind freigiebig mit privaten Daten. Urheberrechte und Persönlichkeitsrechte sind hier auch zwei wichtige Aspekte, die angesprochen werden sollten. Empfohlene Nutzungsdauer: keine konkrete Empfehlung (Sprechen Sie dennoch die Nutzungsdauer ab und achten Sie darauf, dass es zu keiner übertriebene Online-Nutzung kommt – Stichtwort “Internetsucht”)

unser Tipp Für Sie als Eltern ist es nicht leicht die tägliche Nutzungsdauer zu messen. Stattdessen empfehlen wir für Ihre Kinder ein wöchentliches Zeitkonto zu erstellen. Legen Sie ein Kontingent von z.B. 4 Stunden pro Woche fest. Ihr Kind kann sich die Zeit selbst einteilen. Beachten Sie bitte hierbei auch die Nutzung anderer Medien (TV & Spielkonsolen).

unser Tipp Richten Sie auf dem PC oder Mac ein eigenes Benutzerkonto für Ihr Kind ein (Kinder ab 7 Jahren). Jugendschutzeinstellungen und Filterprogramme ergänzen ihre Kontrolle. Wie bei anderen Internetgeräten, sollten Sie Betriebsystemupdates durchführen, Firewall und Antivirenschutz aktuell halten.

unser Tipp Für junge Kinder reichen einige wenige gute Kinderseiten aus. Diese lassen sich im Browser in der Lesezeichen-/Favoritenleiste speichern. So kann ihr Kind gezielt darauf zugreifen. Eine kindergerechte Suchmaschine legen Sie am besten als Startseite fest. Gute Webseiten für Kinder erkennen Sie daran, dass sie wenige Text-Inhalte und Werbung haben. Wird Ihr Kind älter, können Sie gemeinsam mit dem Kind die Auswahl erweitern, so dass eine größere Sammlung an Kinder-Eebseiten entsteht.

unser Tipp Ein Internet-nutzungsvertrag (Alter entsprechend) hilft Ihnen mit den Kindern gewisse Regeln zu vereinbaren. Nehmen sie hier auf, dass z.B. Gewinnspiele oder Downloads nicht vom Kind selbst genutzt werden dürfen. Aufnehmen sollten Sie auch die festgelegten Surfzeiten und Konsequenzen bei Nichteinhalten der Regeln. Ein guter Platz für den Internetnutzungsvertrag ist direkt beim PC – gut sichtbar. Unter mediennutzungsvertrag.de können Sie interaktiv zusammen mit Ihrem Kind einen kindgerechten Nutzungsvertrag erstellen und ausdrucken, der übrigens auch TV-Konsum und Spielekonsolen berücksichtigt.

unser Tipp Ihr Kind sollte nicht das Gefühl haben ständig unter Kontrolle zu stehen. Dennoch sollten Sie vereinbaren gemeinsam die besuchten Webseiten anzuschauen und darüber zu sprechen. Wenn Sie nicht heimlich, sondern zusammen mit Ihrem Kind den Verlauf anschauen, wird ihr Kind verstehen, dass Sie daran interessiert sind und nicht lediglich kontrollieren wollen. Machen Sie mit Ihrem Kind ab, dass dieses auf Vertrauensbasis den Verlauf nicht alleine löscht. Mit der Tastenkombination “STRG”+”H” lässt sich der Verlauf (bzw. die Chronik) in den gängigen Browsern öffnen.

unser Tipp Sprechen Sie mit Ihren Kindern über Gefahren im Internet. Verdeutlichen Sie, dass Ihre Kinder jederzeit Ihre Hilfe bekommen können ohne sich schämen zu müssen oder vor einem Internetverbot sich zu fürchten. So können Sie Ihre Kinder am besten bei negativen Erfahrungen unterstützen. Klar sollte die Regel sein, dass Ihr Kind beim Aufruf von nicht geeigneten Inhalten die Webseite schließt und wenn es beängstigt oder beunruhigt ist mit Ihnen als Eltern spricht – nutzen Sie hier den Browser-Verlauf.

unser Tipp Reden Sie mit Ihren Kindern über Online-Bekanntschaften wie sie auch über reale Freunde reden. Ihrem Kind muss klar sein, dass es sich nicht mit Fremden aus dem Internet treffen darf (z.B. aus Sozialen Netzwerken oder Chats). Sollte es dennoch eine Bekanntschaft machen aus der eine echte Freundschaft werden könnte, begleiten Sie Ihr Kind zum ersten Treffen an einem öffentlichen Ort.

unser Tipp Ab wann sollten Jugendliche einen eigenen PC erhalten? Wir empfehlen unter 12 Jahren besser keinen eigenen Computer und unter 14 Jahren keinen eigenen Internetzugang im Kinderzimmer.

unser Tipp Mit älteren Jugendlichen sollten Sie auch über Pornografie reden. Respektieren Sie dabei die Grenzen Ihres Kindes und seien Sie sensibel. Schlagen Sie dem Kind gute Webseiten rund um “Sexualität” vor. Wir empfehlen hier www.profamilia.de

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2. Suchen im Internet: Altersgerechte Suchmaschinen, Inhalte & Einstellungen

Im Internet gibt es einige speziell für Kinder entwickelte Webseiten, die Suchmaschinen beinhalten. Sie schützen Ihre Kinder in jungen Jahren davon vor Gefahren sexueller, pornographischer oder gewaltverherrlichender Art. Sie sind ähnlich aufgebaut wie Erwachsenen-Suchmaschinen – allen voran “Google” – allerdings können Kinder nur unbedenkliche und pädagogisch wertvolle Seiten aufrufen und speichern. Solche Kindersuchmaschinen empfehlen wir im Alter von 6 bis 11 Jahren. 12 bis 14-Jährige können bereits “Erwachsenen”-Suchmaschinen nutzen, sollten allerdings nur gefilterte Inhalte angezeigt bekommen (wie das geht -> s.u.). Jugendliche ab 15 Jahren können auch die Erwachsenensuchmaschinen voll nutzen, sollten die gefundenen Inhalte aber kritisch bewerten können. Sprechen Sie mit Ihren Kindern, wie sie gute Inhalten finden und möglicherweise falsche Inhalte aufklären können.

Drei gute Suchmaschinen für Kinder von 6 bis 11 Jahren

Blinde Kuh

Die Webseite richtet sich an Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. Sie beinhaltet eine Suchmaschine und wird ehrenamtlich betreut – ist damit auch werbefrei. Es handelt sich dabei um die erste für Kinder Suchmaschine, die als äußerst sicher gilt. Sie wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Das Thema Datenschutz ist dem betreibenden gemeinnützigen Verein Blinde Kuh e.V. genau so wichtig wie sichere Seiten zu liefern. Daher unterliegen die aufgenommen Seiten strengen Aufnahmekriterien.

Helles Köpfchen

Helles-Köpfchen ist für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren. Im Vergleich zu Blindekuh.de ist sie textlastiger. In die Suchmaschine aufgenommene Webseiten unterliegen einer sorgfältigen Prüfung der Redaktion. Kritik gibt es von uns lediglich, weil die Webseite sich über Werbung finanziert – im Gegensatz zu vielen anderen Webseiten geht man damit offen um und kennzeichnet diese auch klar als Werbung. Außerdem gibt es einen Button “Werbung ausschalten” über den die gesamten Werbeanzeigen sich deaktivieren lassen.

Frag Finn

FragFINN ist für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren geeignet. 2007 startete die Bundeskanzlerin “Ein Netz für Kinder”. Politik und Wirtschaft schafften mit dem Verein FragFINN e.V. erstmals einen geschützten Raum für Kinder. Heute hat FragFINN eine Whitelist in der nur von Medienpädagogen freigegebene für Kinder geeignete Internetseiten gelistet sind. Eine Finanzierung erfolgt durch Werbepartner wie Arcor, AOL, Deutsche Telekom AG, Disney, SUPERRTL, … .


Suchmaschineneinstellungen für Kinder ab 12 bis 14 Jahren

Ältere Kinder und Jugendliche nutzen Erwachsenensuchmaschinen wie Google. Sie als Eltern sollten entsprechende Einstellungen in den Suchmaschinen tätigen, um Kinder vor entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten (z.B. pornografische Inhalte, Gewalt) zu schützen. Eine Aufsicht ist in dem Alter immer noch erforderlich. Da Google in Deutschland (Stand Dezember 2015) mit einem Marktanteil von 95% weit vorne liegt, beschränken wir uns hier auf die Suchmaschine.

Google selbst sagt aus, dass der SafeSearch-Filter nicht zu 100 % genau ist. Die meisten jugendgefährdenden Inhalte werden aber gefiltert.

Unsere Anleitung ist lediglich für Google auf dem PC. Wie Sie SafeSearch-Filter auf einem Smartphone, in der Google-App (für Android, iPhone, iPad) oder einem Tablet einrichten, hat Google unter “SafeSearch aktivieren oder deaktivieren” in der Google Websuche-Hilfe beschrieben. Richten Sie daher den SafeSearch-Filter auf allen Geräten ein, wenn Sie nicht überall mit einem Google-Konto angemeldet sind.

Anleitung für Google’s SafeSearch-Filter auf einem Computer
  • Rufen Sie https://www.google.de/ auf.
  • Klicken Sie den Link “Einstellungen” unten rechts in der Ecke an und wählen Sie “Sucheinstellungen“.
  • Setzen Sie den Haken bei “SafeSearch aktivieren” und klicken Sie auf den Button “Speichern”. Anschließend ist der SafeSearch-Filter aktiv – unangemessene Bilder werden nun gefiltert. Erkennen können Sie den SafeSearch-Filter an den bunten Bällen oben rechts in der Google-Suche.
Google SafeSearch-Filter

Google SafeSearch-Filter aktivieren

  • Ihre Kinder können bis hier hin den SafeSearch-Filter genau so leicht deaktivieren, wie Sie ihn aktiviert haben. Hier hilft beschränkt eine SafeSearch-Sperre. Diese richten Sie ebenfalls in den Sucheinstellungen ein. Eine Anmeldung mit einem Google-Konto ist erforderlich, um diese zu aktivieren und zu deaktivieren. Einziges Problem: Die Sperre kann von Ihren Kindern leicht umgangen werden – etwas wenn Sie sich mit einem anderen Google-Konto einloggen oder sich ausloggen. Auch beim Inkognito-Modus (privater Modus) ist SafeSearch deaktiviert.


3. Spielen im Internet: Online-Games für Kinder

Arten von Spielen

  • Online-Rollenspiele: Kurz heißen diese Art von Spielen MMORPG (“Massivly Multiplayer Online Role-Playing Games”). Bekannt sond vor allem World of Warcraft, Warhammer Online und Meton 2. Dabei hat der Spieler einen Charakter, den er im Rahmen einer Geschichte weiterentwickelt. In einer solchen virtuellen Welt leben tausende Spieler und spielen gemeinsam oder gegeneinander.
  • Browsergames (u.a Flash-Games, Social Networks): Für Browsergames ist lediglich ein Internetzugang und ein Browser erforderlich. Eine Software muss auf dem PC nicht installiert werden. Eigenständige Browsergames setzen eine Anmeldung voraus. Häufig sind Strategiespiele Browsergames. Vom Prinzip her sind viele kostenlos (Free2Play) erst durch den Kauf von zusätzlichen Spielgegenständen oder Vorteilen, die zum schnelleren Spielerfolg führen, fallen Kosten an. Junge Spieler verlieren den Überblick über Kosten. Solche Spiele finanzieren sich über ein Abo-Modell oder Werbung auf der Webseite.
  • PC-Spiele mit Online-Modus: Diverse herkömmliche Spiele bieten ebenfalls einen Online-Modus an, um mit oder gegen andere zu spielen. Der Trend geht auch bei dieser Art von Spielen dazu sich Vorteile im Spielverlauf kaufen zu können.

Tipps für Eltern

unser Tipp Die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) ist eine zuständige Stelle für die Prüfung und Altersfreigabe von Computerspielen. Damit Ihr Kind kein unangemessenes Spiel spielt, sollten Sie auf die Altersfreigabe USK achten. Auf der Internetseite www.usk.de können sie nahezu jedes Spiel prüfen. Außerdem können Sie auch dem Alter Ihres Kindes entsprechend Spiele anzeigen lassen.

unser Tipp Verdeutlichen Sie Ihren Kindern die wirtschaftlichen Absichten der Spielehersteller. Setzen Sie klare Regeln für das Kaufen von virtuellen Gegenständen. Viele Spiele lassen sich auch ohnde den Kauf gratis spielen – lediglich einige Charaktere sind nicht verfügbar oder aber es muss zum Eintreten von Spielerfolg länger gewartet werden.

unser Tipp Da Kinder Spielzeiten schlecht einschätzen können – insbesondere weil der Spielerfolg maßgeblich von der aufgewendeten Zeit abhängt, sollten Sie eine maximale Spieldauer definieren bzw. mit Ihrem Kind einen Kompromiss schließen. Ohne klare Regeln neigen Kinder dazu andere Dinge wie Schule, Hobbys oder Freunde zu vernachlässigen.

4. Nutzung vom Social Web: Tipps für Eltern & Kinder

Das Internet ist längst nicht nur dafür da zu lesen und zu konsumieren. In den letzten Jahren hat es sich zu einem Mitmach-Netz für Menschen jeden Alters entwickelt. Nutzer und auch Ihre Kinder können selbst Inhalte einstellen. Die beliebtesten Portale sind wohl Youtube, Facebook, Instagram und Twitter. Aber auch Foren und Blogs sind Möglichkeiten sogenannten “User generated Content” zu veröffentlichen. Während die meisten Portale eher konsumiert werden, stellen bei Social Networks (allen voran Facebook) die Nutzer selbst Inhalte in’s Internet. Vor allem werden Fotos online gestellt, aktuelle Status-Meldungen verfasst, Video- und Nachrichtenlinks geteilt oder über den integrierten Chat geschrieben. Bei den meisten Netzwerken ist eine Anmeldung ab 13 Jahren erlaubt. Oft machen sich Kinder aber älter als sie sind. Der Zugriff auf das soziale Netzwerk erfolgt auch immer öfter mobil vom Smartphone aus. Ermöglicht wird dies durch Internet-Flatrates und spezielle Apps der Social Networks.

Was ist ein Social Network?

Den Experten haben sie zu Hause sitzen. Fragen Sie Ihr Kind einfach und lassen sie sich von Ihrem Kind das soziale Netzwerk zeigen. Welche Inhalte lassen sich einstellen? Ihr Kind hat dadurch, dass Sie es sich zeigen lassen, weniger den Eindruck, dass Sie hinter dem Rücken heimlich ausspionieren. Es sollte aber klar gemacht werden, welche Inhalte nichts im Internet zu suchen haben.

Sind Social Networks kostenlos? Nur auf den ersten Blick! Die Nutzer zahlen nämlich einen anderen Preis. Durch die eingestellten persönlichen Daten können Facebook und co. personenbezogene Werbung liefern. Von vielen Nutzern werden (Social) Apps innerhalb des eigenen Profils aktiviert. Einher geht aber auch die Freigabe eigener Profilinformationen. Ferner sind solche Apps nur in der Grundversion kostenlos. Um schneller zu Erfolgen zu kommen, müssen Nutzer bezahlen. Eingestellte Informationen darf das soziale Netzwerk Facebook weitergeben – zwar geschieht dies laut Unternehmensangaben in anonymisierter Form, allerdings kann man sich nie sicher sein.

Peinliches Foto im Social Network

Foto im Social Network (Foto: #82727684 © lulu – Fotolia.com)

Was sollte man nicht veröffentlichen? Problematisch sind soziale Netzwerke vor allem, weil oftmals unbekümmert private Inhalte und Informationen eingestellt werden. Fotos von Partys, Reisen oder aber Angaben zu Hobbys sind nur wenige der Inhalte, die veröffentlicht werden. Oftmals verraten Kinder (aber auch Erwachsene) über Gruppenzugehörigkeiten oder das Teilen von bestimmten News etwas über ihre persönliche Einstellung (z.B. politisch). Eine Personalabteilung einer Firma bei der man sich bewirbt, könnte solche Inhalte leicht auswerten – bei Bewerbungen oder im Arbeitsleben, kann es schnell zu Problemen kommen. Nicht selten werden krank gemeldete Mitarbeiter fristlos entlassen, weil sie Fotos aus dem Urlaub oder vom Sport einstellen. Verschärft wird alles durch den vermehrten mobilen Zugriff vom Smartphone aus. Jederzeit und oftmals ohne nachzudenken, werden Fotos und Videos gepostet. Solche unüberlegten Uploads, die permanent möglich sind, können für Kinder schnell zu Problemen führen. Bei durchschnittlich 290 Kontakten in Sozialen Netzwerken ist es nicht unwahrscheinlich, dass einer der Kontakte an unbefugte Dritte Fotos oder Videos weitergibt.

Tipps zur Privatsphäre

Besprechen Sie mit Ihrem Kind die Risiken und machen Sie klar, dass einmal veröffentlichte Fotos oder Videos nicht leicht zu entfernen sind. Das erste Profil sollten Sie gemeinsam anlegen und die Privatsphäre-Einstellungen genau definieren. Private Fotos sollten z.B. nur enge Freunde sehen. Übrigens ist eine regelmäßige Kontrolle der Privatsphäre-Einstellungen ratsam, weil mit neuen Funktionen auch neue Einstellmöglichkeiten möglich sind.

Welche ungeeigneten Inhalte werden über Social Networks verbreitet? Pornografische, rechtsradikale und jugendgefährdende Inhalte sind auf Social Networks schnell im Umlauf. Als Nutzer kann man diese zwar melden, allerdings ist das nicht immer leicht, da Anbieter wie Facebook ihren Sitz im Ausland haben.

Geben Sie Ihren Kindern diese Tipps auf den Weg

1. Tipp: Jede Gruppenzugehörigkeit sagt etwas über eine Person aus. Die Gruppe “Ich sag zum Alkohol immer nein, aber er will mir ja nicht zuhören.” ist zwar vom Namen her lustig, stellt einen aber ins negative Licht. Gruppen in denen andere diskriminiert oder beleidigt werden, sind ebenfalls ein Nogo. 5. Tipp: Peinliche oder beleidigende Fotos sollten Kinder nicht online stellen. Ihr Kind sollte wissen, dass solche Fotos auch Jahre später im Netz wieder auftauchen und dann unangenehm sein können.
2. Tipp: IM-Nummern, Telefon und Anschrift brauchen nicht im Profil stehen. Man kann sich auch über den im Social Network integrierten Chat unterhalten. Die E-Mailadresse sollte nur echten Freunden herausgegeben werden. 6. Tipp: Überprüfen regelmäßig deine Privatsphäre-Einstellungen. Nur enge Freunde sollten private Fotos sehen. Überlege genau, welche Person was sehen darf und was nicht.
3. Tipp: Apps können unter Umständen Kosten verursachen. Das sollte Ihr Kind verstehen – ebenso wie dass Apps Zugriff auf bestimmte Bereiche wie Kontakte oder Fotos haben können. 7. Tipp: Vor jedem Hochladen sollte sich Ihr Kind fragen: Will ich mich für immer so im Internet zeigen? Was würde meine “Oma” zu so einem Foto sagen? Würde ich meiner Oma so etwas zeigen?
4. Tipp: Fotos von Fremden darf ihr Kind nicht ohne deren Erlaubnis hochladen. Gleiches gilt für private Daten von Freunden und Bekannten. Die Rechte anderer sollte Ihr Kind beachten. 8. Tipp: “Cybermobbing” sollte Ihrem Kind ein Begriff sein. Ihr Kind sollte wissen, dass auch im Internet ein respektvolles Miteinander wichtig ist und auf der anderen Seite des Bildschirms ein Mensch sitzt.

5. Smartphones für Kinder und Jugendliche: Welche und ab wann?

Immer häufiger haben Kinder und Jugendliche Smartphones mit Interent-Flatrates. Das Schaubild unten zeigt wie viele in 2014 ein internetfähiges Handy gehabt haben. Heute dürften es nochmal mehr Kinder sein.

Statistik Internetfähiges Handy bei Kindern und Jugendlichen

Statistik Internetfähiges Handy bei Kindern und Jugendlichen (Quelle: Statista 2016)

unser Tipp Ab wann ihr Kind ein Handy braucht, sollten Sie sich selbst fragen. Muss das schon im Grundschulalter sein? Wir denken nicht. Sinnvoll kann aber ein Notfallhandy sein. Dieses ist mit GPS ausgestattet und hat eine Notfalltaste.,

unser Tipp Steht der Kauf eines Handys an, sollten sie ihr Kind mit einbeziehen. Bereits bei der Anschaffung sollten klare Regelungen getroffen werden. Das gilt insbesondere für internetfähige Smartphones. Wie lange soll maximal telefoniert werden? Wie oft und wie lange darf das Internet genutzt werden?


unser Tipp Welche Einstellungen haben Sicherheits-Apps? Informieren Sie sich und stellen Sie die App optimal ein. Welche Apps nutzen Kinder aktuell gerne? Lassen Sie sich diese ggf. von Ihrem Kind zeigen. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Apps eventuell zu einer Abzockfalle führen können. Ihr Kind sollte wissen, dass Bestellungen auch über SMS möglich sind. Im Zweifelsfalls soll sich das Kind immer an Sie wenden dürfen.

unser Tipp Jedes Handy sollte mit einem Entsperr-Code versehen werden. Vor der Installation von Apps sollten Kinder außerdem immer prüfen, welche Zugriffsrechte gewährt werden.


6. Problematische Inhalte im Internet

ungeeignete Inhalte für Kinder

ungeeignete Inhalte für Kinder (Foto: #98972422 © savision – Fotolia.com)

Das Internet hat den Vorteil, dass Inhalte wegen der globalen Struktur schnell weltweit verbreitet werden können. Dinge werden getauscht und versendet. Leider sind das nicht nur gute Inhalte, die geteilt werden. Auch Pornografie, Rassismus, Gewalt, Tötungen oder Fälle von schwerem Missbrauch werden im Internet eingestellt. Bei der Eingabe von “Porno” etwa werden bei der Google-Suche mehr als 419 Millionen Treffer angezeigt (Stand März 2016). Damit im Internet der Jugendschutz eingehalten wird, haben die Jugendministerien alle Bundesländer 1997 jugendschutz.net gegründet. Nach eigenen Angaben wurden alleine im Jahr 2012 rund 7.000 rechtsextreme Webseiten und Beiträge auf sozialen Netzwerken dokumentiert. Das ist aber sicher nicht alles. Gewaltverherrlichende Aufnahmen werden immer öfter über soziale Netzwerke oder Apps am Smartphone getauscht. Das macht es quasi unmöglich für jugendschutz.net solche Inhalte zu sperren. Daher ist man auf die Mithilfe der Nutzer angewiesen. Doch was können Eltern tun?

Wir haben Tipps für Eltern:

  1. Nutzen Sie bei jüngeren Kindern ein Filter- und Jugendschutzprogramm. Dieses bietet zwar keinen 100%-igen Schutz, kann aber ungeeignete recht gut filtern. Es unterstützt sie dabei.
  2. Statt heimlich den Browserverlauf zu checken, sollten Sie mit dem Kind gemeinsam die besuchten Webseiten anschauen. Teilen Sie das Ihrem Kind frühzeitig mit.
  3. Klären Sie Ihr Kind darüber auf, dass es extreme Gewaltdarstellungen und pornografische Inhalte nicht verbreiten darf, weil dies strafbar sein kann. Solche Darstellungen dürfen Minderjährigen nicht zugänglich gemacht werden. Ihr Kind sollte dies wissen.
  4. Es kann immer vorkommen, dass Ihr Kind mit ungeeigneten Inhalten in Berührung kommt. Ihr Kind sollte wissen, dass es mit Ihnen darüber sprechen kann und nicht gleich bestraft wird. Im schlimmsten Fall versucht das Kind Probleme im Internet selbst zu lösen, weil es Angst vor Bestrafung hat.
  5. Hat Ihr Kind in einem Sozialen Netzwerk oder Webchat ungeeigneten Kontakt, so sollte dies mit einem Screenshot (in Windows “Druck-Taste”) dokumentiert werden. Bei schweren Fällen sollten Sie die Polizei hinzuziehen.
  6. Melden Sie für Kinder und Jugendliche gefährdende Inhalte an Beschwerdestellen wie jugendschutz.net, kjm-online.de und internet-beschwerdestelle.de.

7. Kinder- und Jugendschutzprogramme für PC, Android & OS X/iOS

Gleich vorweg: Kinder- und Jugendschutzprogramme bieten keinen 100%-igen Schutz – alleine schon weil Jugendliche zum Experten werden, wenn es darum geht Filterprogramme auszuhebeln. Sie können aber die mediale Erziehung Ihrer Kinder unterstützen. Man sollte nur wissen, welche Möglichkeiten es gibt. Wir wollen Ihnen daher einige Kinder- und Jugendschutzprogramme für unterschiedliche Systeme (PC, MAC, Smartphone) vorstellen. Ihr Kind sollte solche Software nicht als Bestrafung sehen, sondern als nützliches Hilfsmittel, welches Schutz bietet. Die Software muss übrigens nicht kostenpflichtig sein. Es gibt auch kostenlose Alternativen, de ebenfalls gut sind. Software, die gleichermaßen auf PC, Spielekonsole und Smartphone Schutz bietet, gibt es bereits, aber Sie läuft nicht automatisch auf allen Systemen. Bedenken Sie dies bitte bei der Installation von Filter-Software und sichern Sie alle Geräte ab. Bei der Installation von Schutzprogrammen brauchen Ihre Kinder nicht dabei sein – das ist Ihre Aufgabe! Halten Sie das Hauptpasswort geheim. Für Ihr Kind sollten Sie ein eigenes Benutzerkonto einrichten – mit Filtereinstellungen, die dem Alter des Kindes entsprechen.

Kostenlose Software für viele Systeme (ENGLISCH)

Vorab möchten wir gleich eine kostenlose Software für Windows, OS X, Android und iOS vorstellen. Es handelt sich dabei um das kostenlose “K9 Web Protection”. Leider ist die Software nur in Englisch erhältlich. Dafür sind die Einstellmöglichkeiten sehr groß. Es werden standardmäßig Webseiten aus mehr als 70 Kategorien (wie Porno, Gewalt, Rassismus, Malware, Phishing, Drogen, …) geblockt, so dass nur mit dem Passwort ein Zugriff möglich ist. Sie können außerdem Zeitbegrenzungen setzen.

Filterschutz-Software für den Windows-PC

  • SURF-SITTER: Altersdifferenzierter Schutz mit Suchmaschinenfilter, Filter on Werbefallen, Abzockseiten und Filesharingportalen.
  • Salfeld Kindersicherung: Integrierte Kindersuchmaschine, Suchmaschinenfilter, Jugendschutzfilter der Bundesprüfstelle. Es lassen sich Zeitlimits festlegen.
  • Kaspersky Internet Security: Die Antiviren-Software von Kaspersky schützt nicht nur vor Viren und Malware, sondern auch unangemessenen Inhalten im Internet.

Filterschutz-Apps Software für OS X (Macbook, Mac)

  • Dolphin Secure 1.0: Filtersoftware speziell für Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren. Dolphin Secure hat auch eine Kinder-Community und einen Eltern-Bereich.
  • Mac OS Funktion “Kindersicherung”: Nutzer von Mac OS X können die eigene Funktion unter n des Betriebssystems nutzen, um den Zugriff auf Webseiten, Programme und Einstellungen zeitlich zu beschränken. Gearbeitet wird hier mit Black- und Whitelists.


Filterschutz-Apps für Android

  • Kids Place: Eine kostenlose App bei der Kinder nur von Eltern genehmige Anwendungen aufrufen können.Download neuer Apps ist nicht möglich
  • F-Secure Mobile Security: Umfassende kostenlose App. Banking-Schutz, Browser-Schutz, Diebstahlsicherung, Antivirus und Kindersicherung in einem.

Filterschutz-Apps für iOS (iPhone)

  • Kindersicherung Einstellungen: Unter “Einstellungen > Allgemein > Einschränkungen” lassen sich die iOS-eigenen Kindersicherungsfunktionen aktivieren und anpassen.
  • Qustodio: Qustodio ist eine kostenlose App für Elternkontrolle im Internet. Pornografie und andere gefährdende Inhalte werden blockiert. Es lassen sich Spiele und Apps kontrollieren. Außerdem können Zeitlimits eingestellt werden.


Wichtig: Stehen Sie Ihren Kindern beim Einstieg ins Internet zur Seite. Seien Sie an für Ihr Kind vertrauensvoller Ansprechpartner, dem es um die Sicherheit geht. Drohen Sie nicht mit Verboten und sehen Sie auch die Vorteile, die das WWW bietet.

8. Abzocke & Abofallen im Internet

Leider sind im Internet viele Betrüger unterwegs. Es gibt zig Kostenfallen denen nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene zum Opfer fallen können. Vermeintlich kostenlose Dienste und Gewinnspiele entpuppen sich als Abofalle. Heutzutage sind auch bei Sozialen Netzwerken Abofallen möglich, sodass Kinder auch hier aufpassen müssen. Solche Abofallen sehen z.B. so aus: Es wird ein Gewinnspiel beworben – Klickt der Nutzer auf den Link, so gibt er nicht nur seine persönlichen Daten preis, sondern schließt gleichzeitig ein kostenpflichtiges Abo ab. Außerdem kann man zu Sex- oder Glücksspielangeboten weitergeleitet werden. Sogar die Installation von Schad-Software ist möglich.

Phishing ist im Bereich des Bankings bei Betrügern beliebt. Daber werden sensible Daten wie Kreditkarten-Nummern, PINs oder TANs ausgespäht. Typischerweise erhält man hier eine E-Mail der vermeintlichen Bank mit der Aufforderung sein Paswort zu überprüfen bzw. neu einzugeben. Die täuschend echte Webseite gibt vor die Bank zu sein, spät aber nur private Daten aus.

Was tun, wenn man abgezockt wird?

Ist man selbst oder das eigene Kind Opfer eines Aboabzockers geworden, gibt es die Verbraucherzentralen als gute Anlaufstelle. Sieh helfen nicht nur dabei zu informieren, sondern auch bei der Umsetzung von Interessen gegenüber Anbietern.


unser Tipp Reden Sie mit Ihren Kindern über mögliche finanziellen Risiken im Internet. Ihr Kind sollte verstehen, dass man bei der Eingabe von persönlichen Daten vorsichtig sein soll. Vereinbaren Sie, dass Kinder vor Download und Installation von Apps Sie fragen.

unser Tipp Sprechen Sie mit Ihren Kindern über “Werbung”. Ihr Kind sollte verstehen, was mit Werbung im Internet erreicht werden soll.

unser Tipp Stell jemand Forderungen bei einem auf den ersten Block kostenlosem Dienst, so sollten Sie per Einschreiben mit Rückschein schriftlich einen Widerspruch einlegen. Wenden Sie sich an eine Verbraucherzentrale. Aus solchen Vorkommnissen sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind lernen, statt es sofort zu bestrafen.


Gute Inhalte/Webseiten für Kinder

Abschließend haben wir von DSLregional.de noch eine Reihe von Webseiten, die für Kinder geeignet sind. Als Tipp: Weiter unten finden Sie eine Liste der Webseiten, die Sie direkt kopieren und als Whitelist in Ihrem Jugendschutzprogramm eintragen können.

Webseite Inhalte
www.internet-abc.de Infos, Tipps und Tricks für Kinder von 5 bis 12 Jahren rund um das Internet. Ein spezieller Bereich bietet Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen praktische Infos und Materialien.
www.klicksafe.de/fuer-kinder/ EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz. Informationen zum sicheren Surfen und ein Netzz für Kinder helfen altersgerecht dabei erste Schritte im Internet zu machen.
www.klick-tipps.net Sammlung von Links mit kindgerechten Angeboten.
www.seitenstark.de Renommierte Angebote für junge Surferinnen und Surfer.
www.juuuport.de Internetplattform für Jugendliche bei schlechten Erfahrungen.
www.jugendinfo.de Materialien für Jugendliche zu aktuellen Themen.
www.lizzynet.de Plattform speziell für Mädchen und junge Frauen.
www.nummergegenkummer.de Kostenloses Beratungsangebot im Internet für Kinder, Jugendliche und Eltern.
www.handysektor.de Portal mit Informationen zu Urheberrechten, Datenschutz und Cybermobbing.
www.jugendschutz.net Hier können Kinder und Jugendliche sowie Eltern Verstöße im Internet melden.
www.kindersache.de Angebot vom Deutschen Kinderhilfswerk e. V. speziell für Kinder. Hier gibt es auch einige Browserspiele.
www.blinde-kuh.de/spiele Die Suchmaschine Blinde-Kuh.de beinhaltet auch eine Reihe von kleinen Online-Spielen.

Bildquellen:
1. Bild: (Kinderschutz) © Picture-Factory – Fotolia.com
2. Bild: (Unser Tipp) © Zerbor – Fotolia.com
3. Bild: (Familie am Tablet im Internet) © drubig-photo – Fotolia.com

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