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VoLTE: o2 gelingt Handover im Live-Netz

von Konstantin Matern
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Bislang gelang die Übergabe von Telefongesprächen von LTE in das UMTS-Netz nur im Labor. Seit einigen Tagen lassen sich Telefonate im LTE-Netz von o2 beginnen und nahtlos im UMTS-Netz fortsetzen. Das funktioniert erstmals außerhalb einer Laborumgebung, so der Netzbetreiber Telefónica. Damit ist o2 der erste Netzbetreiber weltweit, dem ein solches Handover gelungen ist.

o2 VoLTE

o2: VoLTE erstmals im Live-Netz gelungen

Erstmals ist es Telefónica o2 im Februar gelungen ein VoLTE-Handover durchzuführen. Damals gelang es in einer Testumgebung und unter Einsatz von Geräten verschiedener Hersteller. Vorher war es noch nicht möglich Sprache über das LTE-Netz zu übertragen, weil in der Praxis Telefonate nicht zwischen GSM, UMTS und LTE unterbrechungsfrei übergeben werden konnten. Problematisch ist ein VoLTE-Handover, weil im LTE-Netz Sprachsignale ohne eine Verbindung als IP-Paket übertragen werden – beim UMTS-Netz findet dagegen die Übertragung verbindungsorientiert mit festen Ressourcen für jedes Gespräch statt.

Bisher mussten Smartphones in 2G- oder 3G-Netze wechseln

Bislang muss jedes im LTE-Netz eingebuchte Smartphone für ein Telefonat in das ältere 2G- oder 3G-Netz wechseln. Tecnisch nennt sich dies “Circuit Switched Fallback” (CSFB). Das bringt gleich mehrere Nachteile mit sich:

[list type=”arrow” class=””]
  • Laufende IP-Übertragungen können abbrechen.
  • Es kann zu kurzen Wartezeiten kommen.
  • IP-Übertragungen sind im 2G- oder 3G-Netz deutlich langsamer.
  • [/su_list]

    Nach Beendigung eines Telefonats muss sich das Smartphone erneut in das LTE-Netz einbuchen. Das läuft zwar alles automatisch ab, dennoch ist die Lösung nicht zufriedenstellen, wie man an den oben genannten Nachteilen erkennen kann.

    VoLTE-Handover erstmals außerhalb des Labors

    Vorteile von LTE-Telefonaten
    • Schonender für den Smartphone-Akku
    • Höhere Tonqualität
    • Schnellerer Rufaufbau
    • Minutenpreise für Handy-Telefonate könnten der Vergangenheit angehören, wenn paketvermittelte IP-Telefonate über die mobile Handy-Flat abgedeckt werden.

    Netzanbieter wollen langfristig daher VoLTE etablieren. Die Übertragung von Sprache soll über das LTE-Netz stattfinden. Da LTE aber in Deutschland nicht flächendeckend verfügbar ist, muss es ein Handover-Verfahren zum 2G-/3G-Netz geben. Seit November wird VoLTE bereits von o2 eingesetzt. Standardisiert ist VoLTE auch bereits. Probleme machen dennoch die unterschiedlichen Netzgeräte beim Handover. Kein Wunder: Es wurden von o2 rund 60 Schnittstellen und vier neue Plattformen integriert.

    Im Februar gelang es o2 bereits ein LTE-Handover durchzuführen. Das was im Labor gelang, schaffte der Netzbetreiber eigenen Angaben nach auch im Live-Netz – allerdings gilt das bislang nur für eine bestimmte Gruppe von Testern. Bis alle o2-Kunden davon profitieren können, werden noch Monate vergehen, so o2. Zunächst muss das Verfahren im Live-Netz stabil laufen, bevor Kunden VoLTE nutzen können.

    Weiterführende Informationen: www.o2online.de

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