7,2 Milliarden Euro Deal

Vodafone kauft für Milliarden spanischen Kabelnetzbetreiber Ono

17. März 2014, 12:31 Uhr | News | von | Keine Kommentare

Nachdem Vodafone beim Zukauf von Kabel Deutschland für 11 Mrd. Euro zugeschlagen hat, schlägt der britische Mobilfunker Vodafone beim größten spanischen Kabelnetzbetreiber für 7,2 Mrd. Euro erneut zu. Im dritten Quartal diesen Jahres soll die Übernahme abgeschlossen sein – wenn die Wettbewerbshüter zustimmen.

Ono Sitz in Spanien

Ono Unternehmenssitz in Spanien (Bild: Ono.es)

Als es um die Übernahme von Kabel Deutschland ging, hatte Vodafone Liberty Global ausgestochen. Ono wäre der letzte verbliebene unabhängige Kabelnetzbetreiber in Europa. Für Vodafone wäre eine Übernahme strategisch wichtig: So könnte der Anbieter Kunden Mobilfunk, Festnetz, Internet und Fernsehen aus einer Hand anbieten. Ein Ausbau in Milliardenhöhe wäre nicht notwendig. Onos geplanter Börsengang wird damit nicht stattfinden. Vodafone hatte erst im Februar Interesse an Ono bekundet. Ono lehnte ab, woraufhin Vodafone das Angebot aufstockte. Laut Vodafone-Chef Vittorio Colao hat die Nachfrage nach Dienstleistungen und Kommunikationsprodukten aus einer Hand in Spanien in den letzten Jahren zugenommen. Mit der Übernahme in Spanien werden Synergien von rund einer Milliarde Euro pro Jahr erwartet.

Die 7,2 Mrd. Euro will Vodafone mit liquiden Mitteln begleichen und dazu auch noch existierende Kreditlinien nutzen, die bisher unberührt sind, so das Unternehmen. Mit der Übernahme von Ono will Vodafone langfristig 240 Millionen Euro einsparen. Im Februar hat Vodafone erst einen Anteil an Verizon Wireless für 130 Milliarden US-Dollar verkauft.

Vodafones Kunden in Spanien wandern ab

In Spanien macht Vodafone 10 Prozent seiner Einnahmen – das sind rund 4 Milliarden Euro. Trotz des Kerngeschäfts hat sich Vodafone mit anderen Anbietern im Land es sich nicht leicht gemacht: Telefónica, Jazztel und andere Anbieter haben es den Briten nicht leicht gemacht. Abwandernde Kunden, schrumpfende Margen und sinkende Umsätze bei Funkdiensten machten Vodafone Probleme. Der Wettbewerb bietet dagegen Bezahlfernsehen, Mobilfunkdienste und Internet Zuhause gegen Gebührenpakete an.

Autor Konstantin

Autor des Beitrags: Konstantin Matern

2007 hat Konstantin seine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration bei einem großen Telekommunikationsanbieter abgeschlossen. Seitdem beschäftigt er sich mit Internetanbietern, Tarifen und allem rund um IT. Er ist Betreiber der Webseite DSLregional.de.

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