Deutsche Telekom

T-Mobile US kauft Funkfrequenzen von Verizon

7. Januar 2014, 11:13 Uhr | News | von | Keine Kommentare

Für 3,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 2,4 Milliarden Euro) kauft T-Mobile US vom Rivalen Verizon Wireless Mobilfunkfrequenzen. Damit stärkt die Deutsche Telekom die Position der amerikanischen Mobilfunktochter. In bar werden 2,37 Milliarden Dollar gezahlt – den Rest zahle man im Rahmen einer Übertragung der Frequenzen an den Marktführer Verizon. Mitte des Jahres soll die Transaktion abgeschlossen sein. Doch zuvor müssen die US-Kartellbehörden zustimmen.

T-Mobile US: We're changing the wireless business

T-Mobile US: We’re changing the wireless business

Gekauft wird ein Block von 700-MHz-Frequenzen. Das teilte T-Mobile US am Montag in Bellevue mit. Die Telekom will mit dem Kauf ihr eigenes Netz in den USA stärken. Dies hat noch erhebliche Lücken. Nach dem Kauf wird die Telekom-Tochter eigenen Angaben nach 21 der 30 wichtigsten Märkte in den USA haben.

Statistiken T-Mobile US: Kundenzuwachs

Zuletzt konnte T-Mobile US die Kundenzahlen um eine Million auf 45 Millionen steigern.

In der Vergangenheit lief bei T-Mobile US nicht alles rund. Mehrere Jahre lang wanderten Kunden ab, weil die Netzqualität zu wünschen übrig ließ und man das iPhone nicht im Sortiment hatte. Erst mit der Übernahme von MetroPCS, einer aggressiven Preisstrategie und Investitionen in das Netz kamen erneut Kunden zum Anbieter.

Mit den neuen Frequenzen kann T-Mobile US rund 60 Millionen Menschen in Städten wie Washington, Philadelphia, Seattle oder Detroit versorgen. Dabei greift die Telekom nicht einmal auf die geplanten vier Milliarden Dollar im Rahmen der Netzoffensive zu. Stattdessen soll das Geld zusätzlich in die Netzinfrastruktur gesteckt werden, damit das Netz der stetig wachsenden mobilen Datennutzung standhalten kann.

An wen geht T-Mobile US?

T-Mobile US ist der viertgrößte Mobilunker der USA. 67 Prozent hält die Telekom an ihrer Tochter, will sich allerdings aus dem umkämpften US-Markt zurückziehen. Das könnte der Telekom viel Geld in die Kasse spülen – Geld welches die Telekom gut in den teuren Ausbau der Datenautobahn in Deutschland investieren könnte. In der Vergangenheit hatte die Telekom bereits versucht die US-Tochter an AT&T (zweitgrößter US-Mobilfunkanbieter) zu verkaufen. Dem Geschäft hatten die Wettbewerbshüter nicht zugestimmt. Sie fürchteten steigende Preise. Interesse bekundet hatten auch der amerikanische Satellitenfernseh-Betreiber Dish und der japanische Kommunikationskonzern Softbank. Letzterem gehört bereits der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter Sprint. Interessant zu wissen wäre, wie sich die Wettbewerbshüter zu einer solchen Übernahme äußern.

Autor Konstantin

Autor des Beitrags: Konstantin Matern

2007 hat Konstantin seine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration bei einem großen Telekommunikationsanbieter abgeschlossen. Seitdem beschäftigt er sich mit Internetanbietern, Tarifen und allem rund um IT. Er ist Betreiber der Webseite DSLregional.de.

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