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Ab 1. Oktober kommt die o2 DSL-Drosselung

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Konstantin Matern
Autor & Informatiker
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Artikel wurde geprüft am 21.12.2023

GIBT ES EINE DSL-DROSSELUNG BEI o2?

Update am 03.12.2023: Im Jahr 2014 hatte o2 eine Drosselung für DSL-Tarife eingeführt. Damals hatten das mehrere Internetanbieter angekündigt. Heute hat o2 nur noch DSL-Tarife ohne Drosselung. Die o2-Drosselung gibt es also nur noch für Handy-Tarife. Du kannst hier bei uns die echten o2-Tarife ohne DSL-Drosselung vergleichen: o2-Tarife vergleichen

O2 Free Unlimited Max Drosselung

Bei den Handy-Tarifen gibt es o2 Free Unlimited. Dieses Mobilfunkangebot gilt für das o2-Netz und ist unlimitiert. Du hast also unbegrenzt Datenvolumen auf dem Smartphone – egal wie viel Datenvolumen du verbrauchst. Du hast eine SMS bekommen, dass dein Datenvolumen fast aufgebraucht ist? Das ist dann eine Fehlläufer-SMS, die du nicht weiter beachten musst. o2 Free Unlimited ist ein Tarif ohne Datenlimit!

Ursprünglicher Artikel: Ab 1. Oktober kommt die o2 DSL-Drosselung

Für o2-Kunden mit bestehenden DSL-Verträgen nach Ende 2013 wird es ab 1. Oktober ernst. Der Telefonica-Konzern will dann nämlich den Internetanschluss ab einem bestimmten Datenvolumen drosseln. Dabei haben die Tarife für DSL und Festnetztelefonie erstmals für Kunden eine Allnet-Flat beinhaltet (wir berichteten). Wir zeigen Ihnen, was die neue o2-Drosselung für Sie bedeutet.

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Anzumerken ist, dass die o2 DSL-Drosselung fairer ausfällt als die bei der Deutschen Telekom. Sie gilt dann für alle seit dem 17. Oktober 2013 eingeführten Tarife. Das sind die Tarife o2 DSL All-In S, M und L. Alle drei Tarifvarianten beinhalten erstmals neben einer Telefon-Flat ins Festnetz auch eine in alle deutschen Mobilfunknetze. Wer sich für die Tarife mit 24 Monaten Vertragslaufzeit entscheidet, erhält bei o2 einen Willkommensbonus von einmalig 50 Euro.

Alle drei o2-Tarife lassen sich aber auch ohne Vertragslaufzeit wählen. Ideal, um o2 zu testen. Ältere (vor dem 17. Oktober abgeschlossene) Tarife sind von der o2 DSL-Drosselung nicht betroffen. Sie laufen zu den vereinbarten Tarifkonditionen weiter.

Was bedeutet der o2 “Fair-Use-Vorteil”?

Ab wann wird gedrosselt?

Ursprünglich wollte o2 die Drosselung bereits ab dem 1. Juli 2014 umsetzen. Der Termin wurde aber nach hinten korrigiert, so dass die DSL-Drosselung erst ab 01. Oktober Anwendung findet. Datenvolumina bis zum aktuellen Termin fallen nicht in die Fair-Use-Berechnung ein.

Beim Tarif All-In S hat o2 eine feste Drosselung festgelegt. Sie greift immer nachdem 100 GByte im Monat Datentraffic überschritten wurden sofort. Dann surft der Kunde statt mit 8.000 kbit/s nur noch mit 2.000 kbit/s – bis der nächste Monat beginnt. Damit dürfte der Tarif nur für Gelegenheitssurfer interessant sein. Bei den Tarifen All-In M und L gibt es dagegen eine “Fair-Use”-Regelung.

Sie besagt, dass Kunden erst gedrosselt werden, wenn sie in drei nacheinander folgenden Monaten die 300 GByte-Grenze nacheinander überschreiten. In dem Fall drosselt o2 die Geschwindigkeit im vierten Monat auf 2.000 kbit/s – wie auch beim “All-In S”-Tarif.

o2 Fair-Use Zahlen
o2 Fair-Use Zahlen: Leider sind die Daten der Bundesnetzagentur (21 GByte) nicht mehr aktuell

Will man der o2-Drosselung entgehen, darf man nicht ein Mal in den “Drossel-Modus” gelangen. Denn wer ein mal gedrosselt wird, wird künftig immer nach überschreiten der 300 GByte-Grenze auf 2.000 kbit/s gedrosselt. Folgendes Beispiel zeigt, wie man straffrei bleiben könnte:

Gibt es noch eine echte Flatrate bei o2?

Monat Drosselung in GB
1. Monat
340 GB
2. Monat
420 GB
3. Monat
290 GB
4. Monat
320 GB
5. Monat
390 GB
6. Monat
270 GB
7. Monat
340 GB

Ganz auf die echte Flatrate, wie wir sie kennen, muss der o2-Kunde nicht verzichten. Es gibt die Möglichkeit die Grenze auf 400 GByte hoch zu legen. Das Upgrade kostet dann aber 4,99 Euro pro Monat extra. Wer ganz ohne DSL-Drosselung unterwegs sein will, zahlt 14,99 Euro Aufpreis pro Monat. Dann steht aber auch die echte Flatrate zur Verfügung. Da die Upgrades eine Vertragslaufzeit von einem Monat haben, können Kunden sie jederzeit wieder abbestellen.

Wie viel Datentraffic ein Kunde verursacht, soll er jederzeit online nachschauen können. Des Weiteren gibt es von o2 eine Benachrichtigung, sobald 80 Prozent des Inklusivvolumens aufgebraucht sind. Eine weitere Nachricht folgt, sobald das monatliche Datenvolumen überschritten wurde.

Autor Konstantin

EXPERTENMEINUNG

Während die Telekom ihre Drosselpläne wegen einer Entscheidung des Kölner Landgerichts vorerst verschieben musste, will o2 die eigenen Drosselpläne weiterhin durchsetzen. Poweruser sollen eine Begrenzung erhalten. Gerechtfertigt werden die Pläne damit, dass laut einer Statistik der Bundesnetzagentur ein durchschnittlicher Internetnutzer ohnehin nur 21 GByte pro Monat überträgt.

Allerdings stammen diese Zahlen aus 2012 und sind damit nicht mehr aktuell. Ferner wird das Datenaufkommen auch in den Folgejahren weiterhin steigen. Dafür sorgen zahlreiche Musik- und Video-Streaming-Dienste. Tatsächlich sollten 300 GByte pro Monat aber heutzutage den meisten Nutzern ausreichen. Da gelegentliches Überschreiten nicht gleich mit einer Drosselung bestraft wird, ist unserer Meinung nach die o2-Drosselung fairer als die der Telekom. Ferner will o2 grundsätzlich alle Dienste abbremsen, während die Telekom eigene Dienste aus der Regelung und Berechnung nimmt.

Schade finden wir, dass nachdem 3 Monate hintereinander die Traffic-Grenze überschritten wurde, o2 grundsätzlich sofort drosselt wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist. Fairer wäre es unserer Meinung nach, wenn der Zähler nach drei Monaten, in denen der Nutzer unterhalb der Traffic-Grenze war, zurückgesetzt wird.

Konstantin Matern

DSLregional.de

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Konstantin Matern

Konstantin Matern ist der CEO von DSLregional.de, einer spezialisierten Plattform für die Suche nach Internetanbietern. Mit einer IT-Erfahrung von 13 Jahren und einer Ausbildung als Fachinformatiker kombiniert er technisches Know-how mit Branchenkenntnissen. Auf DSLregional.de hat er eine umfassende Datenbank mit über 400 Anbietern und deren regionaler Verfügbarkeit aufgebaut. Zudem integriert er Daten der Bundesnetzagentur, um Nutzern eine präzise Auswahl eines lokalen Internetanbieters zu ermöglichen.

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