1 Gbit/s Internert

G.fast: Technologie bringt Kupferleitungen 1 Gbit/s schnelle Downloads

Die Internationale Fernmeldeunion ITU hat G.fast standardisiert. Zumindest die erste Stufe wurde abgeschlossen. Bei G.fast handelt sich dabei um eine Breitbandtechnologie, die Downloads mit 1 GBit/s über die herkömmliche Telefonleitung ermöglichen soll.

FTTH vs. G.Fast: Kosten im Vergleich

FTTH vs. G.Fast: Kosten im Vergleich (Bild: Sckipio)

Während oft die Rede von Glasfaser ist, wenn es um schnellere Downloads geht, wird auch an kupferbasierten Leitungen gearbeitet, um noch schnelleren Breitband-Speed zu schaffen. Um dieses zu erreichen, arbeitet man an der Verbesserung von Breitband-Standards wie etwa VDSL2 und G.fast. Bereits im Jahr 2011 hatte man mit der Standardisierung von G.fast begonnen. Ende April 2014 könnte laut ITU G.fast zu einem vollwertigen Standard werden.

Aktueller Stand

Die Daten für den physikalischen Layer wurden in der Spezifikation ITU-T G.9701 festgelegt.

Erreicht wird die höhere Bandbreite bei G.fast durch Nutzung eines größeren Spektrums. Über klassische Telefonleitungen sind mit der Technologie dann Bandbreiten von 1 GBit/s auf den letzten 250 Metern der Strecke realisierbar. Derzeit sind 50 Mbit/s und damit ein Bruchteil in der Praxis möglich. G.fast soll den DSL-Anbietern etwas Ruhe bringen bis Glasfaser flächendeckend zum Einsatz kommt. Im Vergleich zu Glasfaser (FTTH) gilt G.fast als kosteneffektiver wie die von uns eingebundene Grafik von Sckipio (Hersteller von G.fast Modems) zeigt. Gerade die Kabelnetzbetreiber mit ihrer konkurrierenden Technologie schaffen deutlich höhere Transferraten. Für Kunden ist das ein guter Grund auf DSL über Kupferadern zu verzichten.

Probleme von G.fast

Leider muss G.fast mit den gleichen Problemen wie ADSL kämpfen. Ab einer gewissen Leitungslänge kämpft die Technik auch hier mit Bandbreiteneinbußen. Ob in der Praxis nicht schon bei 100 Metern Schluss ist wird sich noch zeigen. In Kombination mit Vectoring könnten immerhin die Störungen zwischen verschiedenen Kabeln beseitigt werden.

Derzeit sind die DSL-Provider dabei auf VDSL-Vectoring aufzurüsten. Bei dieser Technologie können Kunden immerhin 100 Mbit/s nutzen. Die Telekom hat VDSL-Vectoring erst Ende November in zehn Ortsnetzen gestartet. Bei den Kabelnetzanbietern sind solche Downloadgeschwindigkeiten dank DOCSIS 3.0 bereits jetzt möglich. Für noch höhere Bandbreiten müssen Kabel Deutschland und co. nur einen Hebel umlegen. Der neuere DOCSIS 3.1 Standard zielt sogar auf Multi-Gigabit-Speeds ab. G.fast gibt dennoch den DSL-Anbietern eine gute Waffe sich gegen die Kabelanbieter zu behaupten.

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2007 hat Konstantin seine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration bei einem großen Telekommunikationsanbieter abgeschlossen. Er ist Betreiber der Webseite DSLregional.de.

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