Wie vermeide ich teure Mailbox-Kosten im Ausland?

Mailbox im Ausland - hohe Kosten sind das Risiko

Mailbox im Ausland – hohe Kosten sind das Risiko (Foto: #120762638 © sveta – Fotolia.com)

Seit 01. Juli 2014 und dem 01.05.2016 wurden die Roaming-Kosten im EU-Ausland deutlich gesenkt. Der EU-Beschluss dürfte einige Verbraucher positiv gestimmt haben und dennoch sind teure Mailbox-Kosten im Ausland ein Grund der manch Urlauber ein großes Minus in die Kasse gebracht hat. Denn die günstigeren Roaming-Kosten gelten nur im EU-Ausland. Wer sich in Drittländern befindet, kann unter Umständen immer noch teure Roaming-Gebühren zahlen. Wir von DSLregional wollen daher einige Tipps geben, wie Sie hohe Smartphone-Rechnungen in Verbindung mit der Mailbox vermeiden können.

1. Absolute und bedingte Rufumleitung: Was ist der Unterschied?

Jede Mailbox auf dem Smartphone wird technisch über eine Rufumleitung auf eine spezielle Mailboxnummer realisiert. Unterschieden wird zwischen bedingter und absoluter Rufumleitung. Hier eine Gegenüberstellung.

Bedingte Rufumleitung:

  • Anrufer werden nur auf die Mailbox weitergeleitet, wenn sie nicht erreichbar sind (z.B. Handy nicht im Netz oder wenn das Gespräch nicht entgegen genommen wird.)
  • Kann sich schnell als Kostenfalle entpuppen (seit 01. Juli 2010 dürfen Anbieter Dank einer EU-Regulierung keine Entgelte für die Umleitung eines Anrufs auf die Mailbox verlangen). Problematisch wird es, wenn Sie im Nicht-EU-Ausland sind. Hier zahlen Sie für umgeleitete Anrufe die Roaming-Kosten für die Weiterleitung ins ausländische Netz und zum anderen für die Umleitung zurück auf die deutsche Mailbox.

Absolute Rufumleitung:

  • alle eingehenden Anrufe betroffen
  • auch wenn Smartphone eingeschaltet und empfangsbereit ist (z.B. SMS gehen ein, aber nicht Anrufe)
  • Anrufe und Rufumleitung zur Mailbox von Dritten sind für Sie im Ausland kostenlos

2. Sechs Tipps zur Vermeidung von teuren Kosten im Ausland

1. Tipp: Kostenlimit einhalten

Die meisten EU-Provider haben ein Kostenlimit (60 EUR). Ist dieses erreicht, sind keine weiteren Datenverbindungen mehr möglich (automatische Kappung). Sie können dieses Limit aufheben, wenn Sie zum Weitersurfen zustimmen. Überlegen Sie sich gut, ob Sie das wollen – es kann hohe Kosten verursachen, weil es keine weiteren Kostenlimits gibt.

2. Tipp: Vorsicht außerhalb der EU

Sie wollen Urlaub in Ägypten, Schweiz, Thailand, Türkei oder Tunesien machen? Die Obergrenze des Euro-Tarifs gilt hier nicht. Es können daher hohe Kosten für SMS und Telefonie entstehen. In den Ländern Norwegen, Island und Liechtenstein gelten bei den meisten Anbietern die gleichen Preise & Regelungen wie innerhalb der EU.

3. Tipp: Mailbox nicht abhören

Sogar im EU-Ausland zahlen Sie für das Abhören der Mailbox. Besonders teuer kann es im NICHT-EU-Ausland werden. Hier zahlen Sie für Mailbox-Abfragen und Anrufen teilweise für die Weiterleitung ins Urlaubsland und noch einmal zurück zur deutschen Mailbox. Wenn es nicht unbedingt sein muss, sollten Sie die Mailbox erst wieder im Heimatland abhören.

4. Tipp: Keine App-Updates

Ist Ihr Smartphone im Ausland stets im Internet – etwa um Software-Updates zu laden, E-Mails zu checken oder Weiterinfos zu aktualsieren? Schalten Sie am besten unnötige App-Updates ab. Am einfachsten geht das mit dem Flug-Modus. Dann haben Sie allerdings keinen Zugriff auf das Internet und Telefonie. Alternativ und besser: Erlauben Sie in den Einstellungen die App-Updates nur über das WLAN.

5. Tipp: Wichtigste Apps im Heimatland installieren

Welche Apps werden Sie bei Ihrem nächsten Urlaub benötigen? Um unnötige und große Downloads im Ausland zu vermeiden, sollten Sie zu Hause im WLAN die wichtigsten Apps (z.B. Reiseführer und City-Guides) laden. So sparen Sie Roaming-Gebühren, da in der Regel Reise-Apps offline (ohne Datenverbindung) nutzbar sind.

6. Tipp: Hotspots nutzen

Im Ausland stehen an Hotels, Restaurants und Bars WLAN-Hotspots zur Verfügung. Viele davon sind kostenfrei am Urlaubsort nutzbar. Darüber surfen Sie im Internet kosten und vermeiden teure Roaming-Gebühren. Wir raten aber dringend von der Eingabe wichtiger persönlicher Daten (z.B. Online-Banking, Kreditkartennummer) ab. Oftmals sind im Ausland WLAN-Hotspots schlecht verschlüsselt und ausspähbar.

3. Mailbox deaktivieren bei Telekom, Vodafone, o2 und co.

Sicher geht man, wenn man die Mailbox während des Auslands-Urlaubs deaktiviert. Leider hat jeder der Anbieter seine eigene Vorgehensweise. Wir zeigen Ihnen dennoch wie Sie bei den größten Mobilfunkanbietern die Mailbox abschalten.

Anbieter Mailbox ausschalten Mailbox einschalten
Telekom Logo mini
  • Telefonbereich des Smartphones öffnen
  • Tastenkombination ##002# und auf den grünen Höhrer tippen
  • Telefonbereich des Smartphones öffnen
  • Tastenkombination **62*3311# und auf den grünen Höhrer tippen
Vodafone Logo mini
  • Mailbox unter 5500 anrufen
  • Tastenkombination 272# wählen
  • Mailbox unter 5500 anrufen
  • Tastenkombination 271# wählen
o2 DSL Logo mini
  • Telefonbereich des Smartphones öffnen
  • TTastenkombination ##002# und auf den grünen Höhrer tippen
  • Telefonbereich des Smartphones öffnen
  • Tastenkombination **004*333# und auf den grünen Höhrer tippen
Congstar Logo mini
  • Telefonbereich des Smartphones öffnen
  • Tastenkombination ##002# und auf den grünen Höhrer tippen
  • Telefonbereich des Smartphones öffnen
  • Tastenkombination **21*3311# und auf den grünen Höhrer tippen

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